Bremen Classic Motorshow, 2.-4. Februar 2018 und Old-/Youngtimertreffen am Industriemuseum Osnabrück

Beigetragen von uwe.s am Jan 23, 2018 - 05:23 PM

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Die erste große Klassikermesse des Jahres findet wie gewohnt im Norden unserer Republik statt. Am 2. Februar öffnen die Türen der Bremer Messehallen. Wie in den vergangenen Jahren werden auch zahlreiche Mitglieder der Oldtimer IG Osnabrück e.V. in kleinen und größeren Gruppen in den Stadtstaat an der Weser fahren und es genießen, durch die Messehallen zu schlendern, Freunde zu treffen, Teile zu suchen (und zu finden) oder einfach nur Fotos zu „schießen“. Empfehlenswert sind aus unserer Sicht natürlich der Freitag und der Samstag. Natürlich gibt es auch am Sonntag einiges auf der Messe zu sehen – aber dann fährt man alternativ doch eher mit dem eigenen Klassiker zum Osnabrücker Museum Industriekultur. Dort findet das Sonntagstreffen der Oldtimer IG Osnabrück e.V. im Februar statt.

In Bremen erwartet uns am Freitag oder Samstag wieder viel interessantes „altes Blech“. Um die Vorfreude auf die Messe zu steigern, habe ich einmal versucht, in kompakter Form zusammenzufassen, was es zu sehen gibt. Am Ende der Auflistung findet ihr noch Tipps zur Anreise mit der Bahn (ab Hbf Osnabrück).

  • Die diesjährige Sonderschau bei den Automobilen hat das Thema „GRAN TOURISMO 2+2: JETSET FÜR DIE STRAßE“. Präsentiert werden edle  und konkurrenzlos schnelle Reisecoupés der 50er- bis 70er-Jahre. Darunter werden sich u.a. ein Lancia Aurelia GT, ein Monteverdi High Speed 375 L, ein Glas V8 und ein Facel Vega Facel II den Besuchern zeigen.
  • Bei den Zweirädern dreht sich alles um die „Isle of Man Tourist Trophy“ TT. Die Siegermaschinen der Jahre 1934, 1949, 1952 und 1954 sowie 15 weitere Originale aus den großen Rennjahren der TT werden in der Halle 1 präsentiert, vom Jahr 1914 bis 1962.
  • Eine weitere interessante Sonderschau in Kooperation mit dem Hamburger Motoraver Verlag läuft in der Halle 6. „V8-Survivor“ – Amerikanische Klassiker mit einer besonderen Gemeinsamkeit: Patina. Durch natürliche Witterungs- und Umwelteinflüsse gealterte US-Fahrzeuge der 1950er bis 1970er Jahre zeigen einen wunderbaren Kontrast zu den oft ausgestellten Hochglanzrestaurationen, denen jede „Seele“ fehlt.
  • Wieder zurück zu den Zweirädern, diesmal aber ohne Motor. Klassische Rennräder mit Stahlrahmen der 50er bis 80er Jahre gibt es zu sehen, darunter exklusive Zeitfahrmaschinen aus der Sammlung von Wolfgang Hagemann und mehrere Rennräder aus der Zeit vor der Kettenschaltung aus dem Deutschen Fahrradmuseum.
  • Bleiben wir bei den Zweirädern. Im sogenannten „Spiegelsaal“ präsentiert die M.S.G Weserland über 20 rennerprobte Motorräder.
  • Ideal geeignet für robuste Fahrten durch Gelände sind die historischen Geländewagen, die in Halle 4 in Kooperation mit der OFF Road präsentiert werden. Unter den Exponaten ist ein Willys-Overland MB von 1946, dem Urvater des Jeep. Daneben ist der erste Prototyp des späteren Land Rover zu sehen sowie ein Toyota Land Cruiser, ein Suzuki LJ80, ein Mitsubishi Pajero und ein G-Modell von Mercedes.
  • Im Rahmen eines Festaktes wird Heiner Rössler für seine Verdienste um die Oldtimer-Szene mit dem „Goldenen Kolben“ ausgezeichnet (wir haben bereits darüber berichtet).
  • In der Halle 5 (Stand 5 D 10) gibt es eine besondere Autogrammstunde: Walter Röhrl und Christian Geistdörfer, das legendäre Rallyeteam, sind auf dem Stand der Autostadt zu finden. Freitag von 15.30 bis 16.30 Uhr und Samstag von 11 bis 12 Uhr. Wie anfangs erwähnt: Der Besuch der Messe lohnt sich vor allem am Sonntag nicht so sehr.
  • Ebenfalls in der Halle 5 zeigt Volkswagen zwei Fahrzeuge eines „neuen“ Oldtimers aus dem Hause Karmann: Der in Osnabrück gebaute VW Corrado wird 30 Jahre alt. VW Classic zeigt einen originalen Corrado G60 16V mit 210 PS und den letzten, im Jahr 1995 gebauten Corrado. Beide Fahrzeuge stammen aus der ehemaligen Karmann-Fahrzeugsammlung (heute Automobilsammlung Volkswagen Osnabrück)
  • Richtig interessant (und manchmal etwas kalt) ist es im Parkhaus, in dem auf mehreren Ebenen ein vielfältiges Fahrzeugangebot auf Käufer wartet. Im vergangenen Jahr war vom relativ stark mit Rost befallenem BMW Isetta bis zum traumhaft schönen VW T1-Samba alles im Angebot.
  • Wer ist noch auf der BCM vertreten? Das Museum PS.SPEICHER, der Adler Motor Veteranen Club (Halle 2), der Isetta Club. E.V., das Fiat 500 Forum (Halle 4), der MG Car Club, die „creme21 youngtimer rallye“ (Halle 5), die Brezelfenstervereinigung e.V., der Alfaclub (Halle 4), der Mercedes-Benz Veteranen Club von Deutschland e.V., Schuppen 1 (Halle 5), der BMW 02 Club e.V., die Kreidler Freunde Norden e.V., der DEUVET, der VFV…

Das Tagesticket kostet 16 Euro, die Zweitageskarte 24 Euro, außerdem gibt es ermäßigte Karten für 14 Euro. Die Messe ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es unter www.classicmotorshow.de.

Wie kommt man am besten zur BCM von Osnabrück aus? Natürlich kann man schnell und zügig über die A1 fahren, Gleichgesinnte im Stau treffen und sich anschließend einen gebührenpflichtigen Parkplatz suchen. Wir machen das seit Jahren anders: Mit dem Niedersachsenticket geht es in 5er-Gruppen mit der Bahn bequem nach Bremen und zurück. Kein Stau, man sitzt bequem, kann zwischendurch aufstehen und – ganz wichtig – man trifft schon jede Menge Oldtimerbegeisterte im Zug. Bislang sind wir von Verspätungen verschont gewesen und umgestürzte Bäume hatten in der Vergangenheit auch keine Gleise blockiert. Günstig ist es mit dem Niedersachsenticket auch, vor allem wenn man es mit fünf Personen nutzt. Hier die Fahrzeiten:

Hinfahrt ab Hbf Osnabrück:

Abfahrt um 7:34 (Ankunft: 8:51 Uhr) oder immer eine Stunde später ab Gleis 4 (Achtung: Freitag gilt das Niedersachsenticket erst ab 9.00 Uhr)

Rückfahrt ab Hbf Bremen:

Abfahrt um 13:07 (Ankunft 14:22) oder immer eine Stunde später ab Gleis 7 (13:07, 15:07, 17:07 Uhr) oder Gleis 8 Süd (14:07, 16:07 Uhr).

Dann sehen wir uns am Freitag oder Samstag in Bremen und am Sonntag am Museum Industriekultur in Osnabrück.

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